Schimmel ist nicht gleich Schimmel. Der Schimmel auf manchem Käse ist gewollt und für viele durchaus schmackhaft. Schimmel in den Wohnungen ist ein Ärgernis, das meist hausgemacht, manchmal Folgeschaden aufgrund von ungewollten Ereignissen, aber auch aufgrund einer mangelhaften Bausubstanz passiert.


Grundsätzlich ist anzumerken, dass Schimmelpilze ständig Teil unseres Lebens sind. Eine gewisse Konzentration an Schimmelsporen ist überall vorhanden. Sei es in der normalen Atemluft (innerhalb und außerhalb von Wohnräumen), wie auch im Kompost im Garten. Die Konzentration der Pilzsporen ist aber in der Regel für den gesunden Organismus ungefährlich.
Auch wenn es die Bewohner nicht gerne hören: Meist entsteht der Schimmel hausgemacht. Sprich Schuld ist der Bewohner. Man unterschätzt die Feuchtigkeit, die man selbst produziert. Sei es durch Wäsche-Aufhängen, Duschen, Kochen, Pflanzen oder einfach nur beim Schlafen. Wenn z.B. zwei Personen acht Stunden schlafen, geben sie ca. 0,55 Liter Wasser an die umgebende Luft ab. Was die empfohlene Luftfeuchtigkeit in Wohnungen (40 – 60 % Luftfeuchtigkeit) um einiges erhöht. Werden die Räume ungenügend gelüftet, setzt sich die Feuchtigkeit an Möbeln und Wänden ab. Kondensat und Sauerstoff sind die Grundlage für die Vermehrung der Schimmelpilze, die natürlicherweise in der Luft vorkommen.
Schimmel entsteht aufgrund eines Wasserschadens, der nicht sofort getrocknet und behandelt wird. Kondensat und somit Pilzgefahr auf den Wänden kann zudem passieren, wenn die Bausubstanz Mängel aufweist – z.B. Wärmebrücken. Die warme Innenluft trifft auf kalte Bauteile, die nicht optimal gedämmt wurden. Außenwände einer Wohnung sind mit Vorsicht zu genießen, da deren Oberfläche bei Minusgraden gegenüber Innenwänden immer etwas kälter ist. Wenn die Oberflächentemperatur unter einen gewissen Wert fällt, entsteht durch erhöhte Luftfeuchtigkeit Kondensat. Vergleichbar mit dem Beschlagen einer Bierflasche, die aus einem Kühlschrank genommen wird.
Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung und Sanierung des Schimmels (Teil 2)
Über Nacht kann in einer Wohnanlage so manches geschehen Es kann passieren, dass eine mehr oder weniger künstlerisch wertvolle Zeichnung einen Teil der Fassade ziert. Manche Mitmenschen scheinen uns mit ihrer Kunst zwangsbeglücken zu wollen. Solche „Geschenke“ lösen selten die Freude der Eigentümer aus. Denn die Entfernung solcher Gemälde kostet viel Geld – für das die Eigentümer aufkommen müssen. Die Reinigung der Wand von dem Graffiti auf dem Foto kostete ca. € 2.600,00 – zuzüglich Mehrwertsteuer versteht sich. Dies ist eine Sachbeschädigung, welche zur Anzeige gebracht wird. Wie andere Beschädigungen – meist durch unbekannte Zeitgenossen – auch. Dass der Schuldige gefunden wird und dieser auch noch erfolgreich zur Kasse gebeten werden kann, ist meist nicht von Erfolg gekrönt. Bei Wohn- und Geschäftsanlagen , die große Betonfassaden aufweisen empfiehlt es sich daher, den Gebäudeversicherungsvertrag mit einer entsprechenden Zusatzversicherung auszustatten. Doch Graffitis sind nicht die einzige Sachbeschädigung, die in Wohnanlagen vorkommen. Die fremde Müllablage ist hier noch relativ harmlos, wenn auch ärgerlich. Vom urinieren im Eingangsbereich oder kurz mal an die Fassade bis zum Einschlagen einer Scheibe reicht die Palette an Gemeinheiten. Auch wenn man eine Videoüberwachung installieren würde, wäre es sehr schwer, aufgrund der Bilder den Übeltäter auszuforschen.